HOLZ-BIOMASSE

Bei heutigen Kesseln unterscheidet man 3 Systeme:
Pellets-, Stückholz- und Hackschnitzelheizungen

Holzpellets sind unter hohem Druck gepresste Holzspäne ohne Zusatzstoffe, wie Bindemittel. Dadurch wird Ihre Holzheizung eine vollautomatische Heizung. Die Holzpellets werden automatisch vom Lagerraum zum Kessel transportiert und dort gezündet. Im Vergleich zum Heizöl erzielt man mit 2 kg Pellets denselben Heizwert wie mit 1 Liter Öl .Der Jahresbedarf eines Einfamilienhauses beträgt ca. 4000 - 5000 kg. Aus 1000 kg Pellets bleiben nach sauberem Ausbrand nur ca. 5 kg Asche zurück. Sie können mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden oder besser noch als Dünger für den eigenen Garten dienen. Denn diese Asche ist schadstoffrei.

Stückholz Kachelofen oder Kaminofen wassergeführt:

Wer sich für Stückholz entscheidet, muss sich darüber im klaren sein, dass es sich nicht um automatische, sondern um handbestickte Anlagen handelt. Die Liebe zur Natur wird sozusagen mit Verzicht auf Komfort bezahlt. Für Betreiber derartiger Anlagen fällt ein relativ hoher Aufwand für Bestückung und Reinigung an. Mit modernen Pufferspeichern ausgestattet, genügt es 1 - 3 Tal am Tag Holz nachzulegen. Auch die Beschaffung und Platz für eine trockene Lagerung muss vorher geklärt werden. Scheitholz ist der ideale Brennstoff für Betreiber, die nur zeitweise mit Holz heizen möchten.

Stückholz Holzvergaser:

Bei der Verbrennung von Holzscheiten wird das Holz zuerst vergast, bevor es verbrennt. Diese modernen Holzkessel arbeiten mit einem sogenanten unteren Abbrand, d.h.die Flamme brennt nach unten und nicht nach oben, wie bei einer normalen Flamme. Dadurch Ist die Verbrennung von der Vergasung getrennt, was den Wirkungsgrad enorm erhöht. Das bedeutet weniger Holzverbrauch, weniger Asche und weniger Arbeit. Damit der Holzvergaser-Kessel optimal verbrennen kann, muss dieser mit einem richtig dimensionierten Schichtspeicher betrieben werden. Je größer der Schichtspeicher, desto größer die Heizintervalle. Und weil beide Systeme, Solar- und Holzheizung, einen Pufferspeicher benötigen, bietet sich diese Kombination an. Das heißt im Sommer und während den Übergangsmonaten arbeitet die Solaranlage und im Winter der Holzvergaser mit Unterstützung der Solaranlage.

Holzhackschnitzelkessel:

Holzhackschnitzel werden auch in automatischen Kesselanlagen verfeuert .Von der Technik ähneln sie den Pelletsanlagen. Gegenüber Pellets benötigt man aber mehr Lagerraum.

Fazit:

- Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
- Umweltfreundlich, da CO 2-neutral (bis der Baum geschlagen wird ,hat er soviel CO 2 gebunden,
wie er bei der Verbrennung wieder abgibt)
- Heimischer Rohstoff, keine langen Transportwege
- Unabhängig von Energiekrisen und schwankenden Gas- und Ölpreisen

Holz ist nicht gleich Holz:

Kiefern- und Fichtenholz lässt sich leicht entzünden und brennt gut an. Harzreiche Hölzer neigen jedoch zum spritzen, weil schmelzende Harze verhindern, dass verdampfende Feuchte des Holzes frei entweicht, sondern das Holz regelrecht sprengen muss.
Buche entwickelt viel Glut und bringt gleichmäßige, langandauernde Wärme, ein schönes Flammenbild, ohne viel Funken zu versprühen. Es eignet sich gut für Kamine und Öfen mit Sichtfenster.
Harthölzer, wie Esche und Ahorn, Hainbuche oder Kirsche sind im Brennverhalten ähnlich.
Eiche besitzt einen hohen Heizwert und hat eine sehr lange Brenndauer. Es eignet sich vor allem für Kessel, die der reinen Wärmeerzeugung dienen.
Birkenholz ist ein hervorragendes Kaminholz. Es spritzt nicht und verbrennt mit bläulich schimmernden, wohlriechenden Flammen.
Pappel- und Weidenholz ist relativ schnell abgebrannt und daher als Stückholz weniger geeignet.